Sonntag, 26. März 2017

Entwicklungspolitische Webseiten der Woche (weekly)


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Freitag, 24. März 2017

Ein Fahrplan weg von Kohle und Öl - in 'Science', Schellnhuber u.a. fordern #CarbonLaw

In Science, einer der weltweit wichtigsten wissenschaftlichen Zeitschriften, legen diese Woche führende Forscher, darunter auch Hans Joachim Schellnhuber als Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, einen Fahrplan für die Dekarbonisierung vor - Pfade weg von Kohle und Öl. Angehängt finden Sie die gemeinsame Pressemitteilung der Autoren. Wenn Sie Fragen haben, kommen Sie gern jederzeit auf uns zu. Hier der Medienhinweis von Science:

Mit einem "Carbon Law" Emissionen bis 2050 auf Netto-Null bringen

Vor dem Hintergrund anhaltender Inkonsistenzen zwischen wissenschaftlich basierten Zielen zur Emissionsreduktion einerseits und den nationalen Selbstverpflichtungen zum Klimaschutz andererseits, schlagen Autoren dieses "Policy Forum" Beitrags einen Fahrplan weg von Kohle und Öl vor, mit dem die Nettoemissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts auf Null reduziert werden könnten – orientiert an einem „Carbon Law" der Halbierung anthropogener CO2-Emissionen alle zehn Jahre.

„Ein 'Carbon Law' kann Anwendung finden auf allen Ebenen, in allen Sektoren und Ländern, und zu entschlossenem Handeln in naher Zukunft ermutigen", sagen Johan Rockström und seine Kollegen. Rockström, Direktor des Stockholm Resilience Centre, und Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, argumentieren mit ihren Kollegen, dass ein „Carbon Law" durch die Verbindung kurzfristiger Maßnahmen mit langfristigen Zielen „Schlüsselelemente für nationale und internationale Klimastrategien hervorbringen kann". Der umfassende und auf Jahrzehnte ausgerichtete Fahrplan würde sich über vier Dimensionen erstrecken: Innovation, Institution, Infrastruktur und Investition – und würde Sektoren von Landwirtschaft und Finanzwesen bis zu Industrie und Transportwesen umfassen. Durch die Priorisierung der Entwicklung und Verbreitung emissionsfreier Technologien, und wenn zugleich alle auf fossilen Brennstoffen basierenden Pläne vom Markt verschwinden, würde dieses Narrativ alle teilnehmenden Staaten im Sinne des "Carbon Law" auf einem kohlenstoffarmen Entwicklungspfad halten, so die Autoren. Sie schlagen vor, dass die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) eine führende Rolle dabei übernimmt, Staaten, Unternehmen, Organisationen und Wissenschaft zu ermutigen, einen solchen Fahrplan weiter zu konkretisieren.

Zwar gibt es Anzeichen, dass sich die Welt bereits auf dem Weg zu einer emissionsfreien Wirtschaft befindet. Doch die Anwendung des hier umrissenen Konzepts würde „eine emissionsfreie Zukunft zur Unvermeidlichkeit statt zu Wunschdenken" machen, so die Autoren.

Artikel: Johan Rockström, Owen Gaffney, Joeri Rogelj, Malte Meinshausen, Nebojsa Nakicenovic, Hans Joachim Schellnhuber (2017): A roadmap for rapid decarbonization. Emissions inevitably approach zero with a "carbon law". Science [doi:10.1126/science.aah3443]

Weblink zum Artikel (öffentlich zugänglich): http://science.sciencemag.org/content/355/6331/1269

Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V.www.pik-potsdam.de www.twitter.com/PIK_Klima
 

Donnerstag, 23. März 2017

"Industrie 4.0 oder Postwachstum? - Perspektiven und Kontroversen", Kongress 30.3.2017 in Lüneburg

30. März 2017, Glockenhaus Lüneburg (Glockenstraße 9, 21335 Lüneburg)
„Industrie 4.0 oder Postwachstum? – Perspektiven und Kontroversen"
Wie sieht eine zukunftsfähige Wirtschaft aus?
Die als Vierte Industrielle Revolution bezeichnete Digitalisierung der Wirtschaft gibt maßgeblich die Richtung der heutigen Wirtschaftspolitik in den industrialisierten Volkswirtschaften vor – so auch in Deutschland und Niedersachsen. Die Industrie 4.0 gilt als Motor für Wirtschaftswachstum und damit als Motor für die Sicherung unseres Wohlstandes. Gleichzeitig werden zunehmend die ökologischen Grenzen unseres Wirtschaftens deutlich. Diese zeigen, dass es eines Wandels unserer Wirtschaftsweise und die Auseinandersetzung mit alternativen Ökonomiekonzepten dringend bedarf. Beispiele dafür sind eine „Green Economy" oder eine „Postwachstumsökonomie". Wirtschaften in den Grenzen des Wachstums muss von Vielen getragen und vor allem von einem Umdenken in Wirtschaft und Politik aktiv begleitet werden. Wir wollen mit unterschiedlichen Akteur*innen aus Landespolitik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wichtige Fragen einer zukunftsfähigen Wirtschaft diskutieren und weiterdenken.

Programm - Ablauf
19:00 Ankommen
19:30 Begrüßung und Einleitung
19:50 Impulsvortrag von Prof. Dr. Hartmut Rosa, Institut für Soziologie/Friedrich-Schiller-Universität Jena
20:30 Stehtischgespräche – erster Austausch
21:00 Podiumsdiskussion mit
 Maaret Westphely, MdL/Bündnis 90/Die Grünen
• Michael Petz, Industrie- und Handelskammer Lüneburg/Wolfsburg
 Nele Lübberstedt, kaneo GmbH – green IT solutions/UnternehmensGrün e.V.
 Norbert Bernholt, Akademie Solidarische Ökonomie
22:00 Ausklang
Moderation: Sven Prien-Ribcke, Leuphana Universität Lüneburg

Der Abend ist Teil der Veranstaltungsreihe „Wirtschaften in den Grenzen des Wachstums – Neue Ökonomiemodelle für Niedersachsen". Weitere Informationen finden Sie im Anhang oder auf der VEN-Website.

In Kooperation mit:
Stiftung Leben & Umwelt/Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen
VNB Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen
VEN Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen
Pestel-Institut
Akademie Solidarische Ökonomie

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung (cordes@ven-nds.de) wird gebeten.

Zivilgesellschaft fordert Kurswechsel der G20 im Kampf gegen globale Ungerechtigkeit


         


Globalisierung im Krisenmodus: Zivilgesellschaft fordert Kurswechsel der G20 im Kampf gegen globale Ungerechtigkeit

Berlin, 23. März 2017 (VENRO)– Anlässlich des zweiten „Sherpa"-Treffens der G20 am Donnerstag und Freitag in Frankfurt bekräftigen zivilgesellschaftliche Organisationen aus der ganzen Welt ihre gemeinsam Forderung nach einer neuen Politik der G20. Auf dem Treffen bereiten die G20-Beauftragten der Regierungschefs den Gipfel der Gruppe der 20 vor, der Anfang Juli in Hamburg stattfindet.

„Die Globalisierung wird schlecht gestaltet, ihre Rahmenbedingungen stimmen nicht. Sie befindet sich längst im Krisenmodus. Die Welt hat noch nie so massive Ungleichheit gesehen: Acht superreiche Männer besitzen heute so viel wie die Hälfte der Menschheit. Die Kluft zwischen reich und arm wird in den meisten Ländern immer breiter", heißt es in der Erklärung  des Civil20-Steuerungskreises, in dem sich Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt für den G20-Prozess koordinieren. (Die vollständige Erklärung finden Sie hier.)

Die Civil20 (www.civil-20.org) fordern, dass die Agenda 2030 zentraler Handlungsrahmen für alle Aktivitäten der G20 wird. Zudem muss das Bekenntnis zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens Grundvoraussetzung für die weiteren Verhandlungen werden. Die globale Finanzstruktur darf nicht weiterhin Ungleichheitsstrukturen und Armut verschärfen. 

„Die deutsche G20-Agenda ist sehr ambitioniert", erklärt Jürgen Maier, Co-Vorsitzender des Civil20-Steuerungskreises und Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung. „Aber solange die wirtschaftspolitischen Grundlagen die alten bleiben, werden auch die Ergebnisse die alten bleiben, und deshalb protestieren immer mehr Menschen gegen diese Art von Globalisierung." Die ernüchternden Ergebnisse des G20-Finanzministertreffens vergangene Woche zeigten, dass die üblichen Ansätze die jetzigen Herausforderungen nicht lösen. 

Zivilgesellschaftliche Organisationen aus 50 Ländern haben deshalb in den vergangenen Monaten gemeinsam Empfehlungen entwickelt, wie die G20 einen wichtigen Beitrag zu einer gerechten und sozial wie ökologisch verträglichen Globalisierung leisten kann. „Die G20 muss für angemessene Transparenz sorgen und auch ein klares Signal an jene Staaten senden, in denen zivilgesellschaftliche Rechte zunehmend eingeschränkt werden", forderte Klaus Schilder, Mitglied des Civil20-Steuerungskreises und Sprecher der Arbeitsgruppe Globale Strukturpolitik vom Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO). 

Hintergrund

Am 23. und 24. März tagen die sogenannten Sherpas der G20 zum zweiten Mal, um den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg vorzubereiten. Vertreter aus Nichtregierungsorganisationen werden am Freitag daran teilnehmen, um ihre Empfehlungen an die G20 vorzustellen und zu diskutieren. Im Rahmen der deutschen Präsidentschaft koordinieren das Forum Umwelt und Entwicklung und VENRO den Dialog der deutschen und internationalen Zivilgesellschaft mit der Bundesregierung.

"Corporate influence on the G20—The case of the B20 and transnational business networks





Corporate influence on the G20

The case of the B20 and transnational business networks



Download the full paper here (pdf, 900 KB).

By Jens Martens

Over the past eight years, the G20 has emerged as one of the most prominent political fora for international cooperation. For transnational corporations and their national and international associations and lobby groups, the G20 process provides important opportunities to engage with the world's most powerful governments, shape their discourse, and influence their decisions. For this purpose, business actors have created a broad network of alliances and fora around the G20, with the Business20 (B20) as the most visible symbol of corporate engagement.

A new working paper published by Global Policy Forum and Heinrich-Böll-Stiftung maps out the key business players and associations from the different sectors and branches involved in the work of the G20, and analyzes their core messages and policy recommendations.

Business groups are constantly preaching economic growth as a panacea and a sine qua non condition for prosperity, ignoring more sophisticated concepts of sustainability; they urge the G20 to "optimize" and "re-evaluate" regulations intended to lessen the risk of another global financial crisis; they call on governments to strengthen investment protection and promotion agreements that de facto give priority to investors' rights over human rights and the environment; they promote PPPs that minimize the risk for the private investor at the expense of the public partner; and they push for preferential treatment for the business lobby in global governance.

In order to at least gradually overcome the bias towards corporate interests in G20 policies and the double standards in its openness towards business and civil society, substantial reforms are necessary. The working paper spells out a few measures that are indispensable to counteracting corporate influence on discourse and policies in the G20.

Corporate influence on the G20

The case of the B20 and transnational business networks

Author: Jens Martens
Published by Global Policy Forum and Heinrich-Böll-Stiftung
ISBN 978-3-943126-32-7
Bonn/Berlin/New York, March 2017

Download the full paper here (pdf, 900 KB).


  

Forum Nachhaltiger Kakao für Frauen- und Kinderrechte und bessere Lebensbedingungen im Kakaosektor

Mit einer Vielzahl Aktivitäten begegnet die Côte d’Ivoire, Haupterzeugerland für den in Deutschland verarbeiteten Kakao, der ausbeuterischen Kinderarbeit. 

Das unterstrich Dominique Ouattara, La Première Dame der Côte d’Ivoire und Präsidentin der Organisation Children of Africa, bei ihrer Eröffnungsrede anlässlich des 3. Kongresses „Hidden Hunger“ in Stuttgart. Die Frau des ivorischen Staatspräsidenten setzt sich nicht nur durch ihr ehrenamtliches Engagement für die Abschaffung missbräuchlicher Kinderarbeit ein. Auf ihre Veranlassung wurde vor etwa fünf Jahren ein interministerieller Ausschuss gegen ausbeuterische Kinderarbeit im Kakaoanbau gebildet.

Die stellvertretende Vorsitzende, die Ministerin für soziale Kohäsion, Solidarität und Kinderschutz, Mariétou Kone, war Mitglied der Delegation. Weitere wichtige Fortschritte in der Côte d’Ivoire sind die Einführung der Schulpflicht für Kinder ab sechs bis 16 Jahren und die strafrechtliche Verfolgung missbräuchlicher Kinderarbeit. Ouattara unterstützte außerdem Abkommen gegen Kinderhandel. Diese wurden inzwischen mit allen Nachbarländern des westafrikanischen Staates geschlossen.

„Um den Kindern helfen zu können, ist es notwendig, auch die Lebensbedingungen der Mütter zu verbessern“, sagte Dominique Ouattara. Bereits 2012 habe sie einen Unterstützungsfonds für die Vergabe von Kleinkrediten an Frauen in der Côte d’Ivoire eingerichtet. In ihrer Ansprache vor rund 350 internationalen Teilnehmern aus Wissenschaft, Politik und von Nichtregierungsorganisationen würdigte Dominique Ouattara ausdrücklich das Projekt PRO-PLANTEURS.


Ziel von PRO-PLANTEURS ist, die Lebensbedingungen von 20.000 Kakao-bauernfamilien im Südosten der Côte d‘Ivoire zu verbessern und dabei insbesondere auch einen Beitrag zur Stärkung der Frauen und zu verbesserter Ernährung zu leisten. PRO-PLANTEURS wird gemeinschaftlich und zu gleichen Teilen von der ivorischen Regierung, der Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), und dem Forum Nachhaltiger Kakao getragen.

Menschen- und Kinderrechte sind Thema der Mitgliederversammlung des Forums im Mai 2017

Als größtes und für Deutschland wichtigstes Kakaoanbauland steht die Côte d’Ivoire im internationalen Fokus. Die Abschaffung der missbräuchlichen Kinderarbeit ist deshalb ein wesentliches Anliegen der ivorischen Regierung. Das Forum Nachhaltiger Kakao und seine Mitglieder aus der deutschen Süßwarenindustrie, dem deutschen Lebensmittelhandel und der Zivilgesell-schaft in Zusammenarbeit mit den beiden Ministerien, BMZ und BMEL, wollen ihrerseits einen Beitrag dazu leisten und die Lebensbedingungen der Kakao-bauernfamilien verbessern. Lösungsorientierte Ansätze werden zusammen mit Experten aus verschiedenen Perspektiven auf der Mitgliederversammlung des Forum Nachhaltiger Kakao am 04. Mai 2017 diskutiert. Auch Vertreter aus der Côte d’Ivoire stellen dort ihre Initiativen und die erzielten Ergebnisse vor.

Das Forum Nachhaltiger Kakao e.V.

Der Verein ‚Forum Nachhaltiger Kakao‘ ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, Zivilgesellschaft, Industrie und Handel und bringt relevante Akteure aus Deutschland mit denen aus den Produktionsländern sowie internationalen Initiativen zusammen. Das Ziel des Forums ist es, die Lebensumstände der Kakaobauern zu verbessern, die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität in den Anbauländern zu schonen und zu erhalten sowie den Anteil an nachhaltig erzeugtem Kakao zu erhöhen. Das Forum Nachhaltiger Kakao hat über 70 Mitglieder und steht weiteren Interessenten offen.

Mittwoch, 22. März 2017

Kinderrechte im Grundgesetz!

Das Aktionsbündnis Kinderrechte – Deutsches Kinderhilfswerk, Deutscher Kinderschutzbund, UNICEF Deutschland in Kooperation mit der Deutschen Liga für das Kind – begrüßt den Vorstoß des Landes Nordrhein-Westfalen ausdrücklich, mit der Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz die Rechtsposition der Kinder in Deutschland zu stärken.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte gestern angekündigt, eine entsprechende Initiative in die kommende Bundesratssitzung am 31. März einzubringen.

Die Zeit ist reif, mit der Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz die Position der Kinder im deutschen Rechtssystem zu stärken und damit ein klares Signal für mehr Kinderfreundlichkeit in Deutschland zu geben.

Fast 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland muss sich das Prinzip dieser Konvention auch im Grundgesetz wiederfinden. Bislang fehlt dort der Gedanke, dass Kinder gleichberechtigte Mitglieder unserer Gemeinschaft, eigenständige Persönlichkeiten mit eigener Würde und dem Anspruch auf Anerkennung ihrer Individualität sind. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sie brauchen über die allgemeinen Grundrechte hinaus besondere Rechte.
Aus Sicht des Aktionsbündnis Kinderrechte ist eine Grundgesetzänderung vor allem auch deshalb wichtig, weil sie die aktuelle Rechtsprechung nicht nur im Familienrecht, sondern auch in den anderen Rechtsbereichen auf eine stärkere Berücksichtigung von Kinderinteressen gemäß UN-Kinderrechtskonvention verpflichten würde.

Dazu hat das Aktionsbündnis einen Formulierungsvorschlag vorgelegt, der unter www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de abzurufen ist. Die Kinderrechtsorganisationen setzen sich dafür ein, dass es noch in dieser Legislaturperiode zu einer Grundgesetzänderung kommt.


Mehr: https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2017/kinderrechte-ins-grundgesetz-unicef/137664?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

Publikationen "Globale Partnerschaften – Wundermittel zur Umsetzung der 2030-Agenda?"

Globale Partnerschaften

Wundermittel zur Umsetzung der 2030-Agenda?

Die 2030-Agenda der Vereinten Nationen und ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) messen Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Akteuren eine wichtige Rolle bei. Das Spektrum dieser Partnerschaften ist groß. Es reicht von öffentlich-privaten Projektkooperationen zwischen einzelnen Regierungen und Unternehmen bis hin zu globalen Partnerschaften, an denen zum Teil hunderte von Regierungen, internationalen Organisationen, Unternehmen, philanthropischen Stiftungen und zivilgesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind.
Einen besonderen Boom erlebten in den letzten Jahren Partnerschaften zwischen Einrichtungen des UN-Systems und privaten Unternehmen sowie globale Partnerschaften, vor allem in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Energie.

Dem Partnerschaftsboom liegt die Annahme zugrunde, Regierungen seien weder strukturell noch finanziell in der Lage, die globalen Probleme alleine zu bewältigen. Dabei geht es bei vielen Partnerschaften nicht ausschließlich um die Mobilisierung zusätzlicher Finanzmittel. Insbesondere die größeren globalen Partnerschaften sollen auch zu einer besseren Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren, dem Wissensaustausch, der Bewusstseinsbildung und gelegentlich auch der Standardsetzung beitragen.
Eine wachsende Zahl zivilgesellschaftlicher Organisationen und manche Regierungen sehen in dem Trend allerdings auch eine Reihe von Risiken. Sie fürchten, dass unter dem Dach von Partnerschaftsinitiativen der Einfluss transnationaler Unternehmen und ihrer Interessenvertreter auf den gesellschaftlichen Diskurs und die politischen Entscheidungen wächst. Zudem wird die Gefahr einer weiteren Zersplitterung des internationalen Institutionengefüges durch unzählige neue Partnerschaften gesehen. Dies erhöht den Koordinationsbedarf und die Transaktionskosten für die Regierungen und schwächt die zuständigen Organisationen des UN-Systems.

Das Arbeitspapier gibt einen Überblick über den derzeitigen Partnerschaftsboom und diskutiert die damit einhergehenden Risiken und Nebenwirkungen. Es nimmt drei globale Partnerschaften aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Energie genauer unter die Lupe: Scaling Up Nutrition, Every Woman Every Child und Sustainable Energy for All. Aus den Ergebnissen werden im letzten Teil einige Schlussfolgerungen für Politik und Zivilgesellschaft abgeleitet.

Der Globale Partnerschaften

Wundermittel zur Umsetzung der 2030-Agenda?

Autoren: Jens Martens und Karolin Seitz
Herausgeber: Global Policy Forum Europe
ISBN: 978-3-943126-31-0
Bonn, Februar 2017
68 Seiten

Zum Download des Arbeitspapiers.

Multi-Akteur-Partnerschaften in der 2030-Agenda

Elemente eines rechtlichen und institutionellen Rahmens

Partnerschaftsinitiativen zwischen internationalen Organisationen, Regierungen und privaten Akteuren sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Im Umsetzungsprozess der 2030-Agenda werden sie von Vielen als alternativlos angesehen. Dem derzeitigen Boom liegt die Annahme zugrunde, Regierungen seien weder strukturell noch finanziell in der Lage, die globalen Probleme alleine zu bewältigen. Kooperationen, die Wirtschaft und Zivilgesellschaft einschließen, gelten dagegen als pragmatisch, lösungsorientiert, flexibel, effizient und unbürokratisch.

Bisherige Erfahrungen mit Partnerschaften, interne Evaluierungen und unabhängige Untersuchungen zeigen jedoch, dass eine Beurteilung keineswegs so eindeutig positiv ausfallen kann. Multi-Akteur-Partnerschaften halten nicht immer, was sie versprechen, und sind mit einer Reihe von Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Notwendig sind daher klare Standards und ein institutioneller Rahmen für Kooperationsmodelle öffentlicher und privater Akteure im 2030-Prozess.

Multi-Akteur-Partnerschaften in der 2030-Agenda

Elemente eines rechtlichen und institutionellen Rahmens

Autoren: Jens Martens und Karolin Seitz
Herausgeber: Global Policy Forum Europe
Bonn, Februar 2017
6 Seiten

Zum Download des Briefings.

Dienstag, 21. März 2017

Weltwassertag: Abwasser - In Kreisläufen denken und handeln

Forum Umwelt und Entwicklung: Umwelt- und Entwicklungsorganisationen zum diesjährigen Thema des Weltwassertages am 22.03.2017 „Wastewater – Abwasser"


Weltwassertag am 22.03.2017: Abwasser - In Kreisläufen denken und handeln

Berlin, 21.03.2017
Das Thema des Weltwassertages 2017 lautet „Wastewater - Abwasser". Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sowie Vertreter der öffentlichen Wasserwirtschaft, die sich im Forum Umwelt und Entwicklung vernetzt haben, betonen: Für einen nachhaltigen Umgang mit Abwasser muss der gesamte natürliche Wasserkreislauf einschließlich der sozialen und ökologischen Aspekte berücksichtigt werden.



Die einzelnen in Forum Umwelt & Entwicklung vernetzten Organisationen erklärten hierzu:

Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. – AöW –

Abwasser wird in Deutschland bereits zu fast hundert Prozent nach dem höchsten EU-Standard gereinigt und dies geschieht durch öffentliche Betriebe. Zum Teil wird die EU-Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser (91/271/EWG) noch übertroffen. Auf EU-Ebene wird nun zusätzlich an gesetzlichen Regelungen zur Wiederverwendung von Wasser („Water Reuse") gearbeitet.
AöW-Geschäftsführerin Christa Hecht erklärt hierzu: „Es ist dabei bisher völlig unklar, ob das wiederverwendete Wasser als „Ware" betrachtet wird oder als eine natürliche Ressource, die ja keine übliche Handelsware ist, wie es in der Wasserrahmenrichtlinie steht. Unter dem Gesichtspunkt von Hygiene, Gesundheit und Vorsorge ist eine differenzierte und ganzheitliche Betrachtung des Wasserkreislaufs angebracht. Lösungen, die lediglich auf zusätzliche technische Anforderungen an die Abwasserreinigung (End-of-Pipe Lösungen) abzielen, ohne zuvor das Vermeidungs- und Vorsorgeprinzip angewendet zu haben, lehnen wir entschieden ab".
Wasserwiederverwendung hat in Regionen mit Wassermangel eine weit größere Bedeutung als in Regionen mit reichhaltigen Wasserressourcen. Deshalb ist auch eine unterschiedliche Betrachtung von Regelungen zum Water Reuse erforderlich.

GRÜNE LIGA

Ein Großteil der in unsere Gewässer gelangenden Nährstofffrachten stammt inzwischen nicht mehr aus den kommunalen Kläranlagen sondern aus der Landwirtschaft. Mit der neuen Düngegesetzgebung kann ein erster, zaghafter Baustein zur Verbesserung erreicht werden. "Wir unterstützen die von europäischen Umweltverbänden gestartete Kampagne "LivingLand", die auf eine grundlegende Neuorientierung der europäischen Agrarpolitik abzielt." gibt Michael Bender für den Umweltverband GRÜNE LIGA e.V. bekannt. "Bis zum 2. Mai 2017 besteht für jeden Bürger die Möglichkeit, den von der EU-Kommission bereitgestellten Fragebogen zu beantworten. Auf www.living-land.de steht ein ausführlich kommentierter Antwortvorschlag für die EU-Konsultation zur Verfügung."

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – BUND –

Nur wenn sich die politisch Verantwortlichen und die Wirtschaft zu ihrer Gesamtverantwortung bekennen und alle betroffenen Akteure (Verursacher und Stakeholder) gemeinsam im zeitlichen Gleichschritt und ernsthaft die Verantwortung für ihren jeweiligen Teilbereich übernehmen und entsprechend handeln, kann eine Mikroschadstoff-Strategie zum Erfolg führen. Das gemeinsame Ziel von Politik und Wasserwirtschaft muss eine signifikante Verringerung der Stoffeinträge und das Wiedererreichen des guten ökologischen Zustandes unserer Gewässer sein, um auch für die künftigen Generationen gesundes Trinkwasser zur Verfügung stellen zu können.

Berliner Wassertisch.info

Aus Abwasser können Phosphate, Energie und andere nützliche Ressourcen gewonnen werden. In Pestiziden enthaltene hormonwirksame Stoffe, auch endokrine Disruptoren (EDCs) genannt, können jedoch nicht herausgeholt werden. Sie vergiften selbst in extremer Verdünnung die Umwelt, führen u.a. zu Krebs und bedrohen die Fortpflanzungsfähigkeit.
30 Organisationen hatten die EDCs im Januar zum Anlass genommen, das EU Parlament aufzufordern, CETA abzulehnen. Kanada, die USA und andere Länder wollen das EU-Vorsorgeprinzip für die EDCs abschaffen, damit sie pestizid-kontaminierte Lebensmittel ohne Einschränkung in die EU exportieren können. Wolfgang Rebel vom Berliner Wassertisch fordert: „Im Umgang mit den endokrinen Disruptoren muss schnellstens ein Umdenken stattfinden. Diese Stoffe sind so gefährlich, dass sie erst gar nicht in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen dürfen."

WECF (Women in Europe for a Common Future)

Wir brauchen eine Abwasserkreislaufwirtschaft, Abwasser sollte reduziert und wiedergenutzt so weit möglich (Organik, Nährstoffe und Energie) und erst dann beseitigt werden. Das Agenda2030 Ziel SDG6 bezieht sich mit 2 Targets (6.2 und 6.3) auf das Thema Abwasser und ist ein wichtiges Querschnittsthema der nachhaltigen Entwicklung, im Besonderen mit den Zielen: Gesundheit (SDG 3), Frauen (SDG 5), Energie (SDG 7), nachhaltige Städte (SDG 11), Leben im Wasser und auf dem Land (SDG 14 und 15).

Weltfriedensdienst

Die Überlastung des Wasserkreislaufes in Deutschland beginnt schon mit dem Raubbau an Wasserreserven und Ökosystemen in Südamerika. Der Import von Sojabohnen aus Brasilien ebnet als billiges Eiweißfuttermittel einer Massentierhaltung in Deutschland den Weg, die nur mit massiven Medikamenteneinsatz produktiv sein kann und in der viele Tiere auf kleinem Raum mehr Gülle produzieren als die Böden aufnehmen können.
In der Brasilianischen Amazonasregion und auch in der im Süden angrenzenden Trockensavannah, dem Cerrado, wächst Soja auf einer Fläche sechs mal so groß wie die Ackerfläche Deutschlands. Ein Großteil dieser Anbaufläche wurde durch Abholzung von Regenwald und Buschlandschaft gewonnen, die als Einzugsgebiete zahlreicher Flüsse wichtig sind. Heute stehen im eigentlich Wasserreichsten Land der Erde Flüsse und Staudämme auf historischen Tiefstand. Auch die Grundwasser sacken bisweilen auf ein Niveau ab, das unterhalb des brasilianischen Notstandspegels liegt. Millionen Menschen, die dort seit Generationen ihr Auskommen hatten, fliehen in die Slumgebiete von über 300 brasilianischen Großstädten. Dort verschärfen sie neben sozialen Problemen auch die ohnehin prekäre Abwassersituation und Trinkwasserversorgung.
Die europäische Agrarpolitik muss auf eine nachhaltige Landwirtschaft umschwenken, die regionale und globale Wasserkreisläufe in ein Gleichgewicht bringt.
Der Weltfriedensdienst setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern weltweit für das Recht auf Wasser und Nahrung und eine nachhaltige Ressourcennutzung ein.

Berliner Wassertisch.net

Ohne Wasser geht gar nichts. Für das Leben und Überleben auf der Erde ist die Bewahrung des natürlichen Wasserkreislaufs existentiell. Einen Zugang dazu eröffnet die internationale Initiative „Blue Community" - eine Selbstverpflichtung einer Stadt, einer Dorfgemeinschaft, einer Universität oder anderen Einrichtung zur Umsetzung des Menschenrechts auf sauberes Wasser. Zum Weltwassertag 2017 wünscht sich der Berliner Wassertisch (www.berliner-wassertisch.net), dass sich Berlin auf den Weg in diese Richtung macht. Er freut sich, zu dem Thema die renommierte Wasseraktivistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises Maude Barlow am 29. März im Berliner Abgeordnetenhaus zu treffen.

BORDA (Bremen Overseas Research and Development Association)

Die Behandlung und die Wiedernutzung menschlicher Fäkalien und Abwässer entsprechend dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft müssen in der deutschen und Europäischen Entwicklungszusammenarbeit konsequenter verankert werden.
„Why Waste Water" – wie das konkret geht, zum Beispiel auch in dicht besiedelten Armutssiedlungen, zeigt eine Dokumentation aus Daressalam, der Hauptstadt Tansanias: https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-leben-im-abwasser-100.html

WASH-Netzwerk

Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene bleiben eine der größten globalen Herausforderungen. In den unterversorgten Regionen sowie in humanitären Krisen und Katastrophen weltweit trinken laut WHO/UNICEF 1,8 Milliarden Menschen fäkal verunreinigtes Wasser. Die Folgen sind dramatisch, denn laut WHO sterben jährlich ca. 2,2 Millionen Menschen an fäkal-oral übertragenen Durchfallerkrankungen.
Das WASH-Netzwerk, ein Zusammenschluss von 19 namhaften deutschen Nichtregierungsorganisationen, setzt sich im Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe dafür ein, diesem Notstand ein Ende zu setzen. Zum diesjährigen Weltwassertag veranstalten die Mitglieder des Netzwerks Events in Berlin, Bremen, Kiel und München. Die Aktionen machen auf die globale Wasserkrise aufmerksam und sprechen sowohl die Presse, die Öffentlichkeit als auch die Politik an.
Weitere Informationen zur Aktionswoche des WASH-Netzwerks finden Sie auf der folgenden Webseite: http://www.washnet.de/aktivitaeten/weltwassertag-2017/

Montag, 20. März 2017

Tag des Waldes: Das Unsichtbare sichtbar machen






Klima, Naturschutz und indigene Rechte müssen Hand in Hand gehen

Frankfurt am Main, 20. März 2017. Anlässlich des Internationalen Tags des Waldes am 21. März fordert das "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder" bisher politisch vernachlässigte Zusammenhänge um den Wald in Deutschland und weltweit deutlich sichtbar zu machen.

Indigene Territorien sind ein wichtiger Garant für den Erhalt von Biodiversität und der Vermeidung von CO2-Emissionen durch Waldzerstörung. Diese grundlegende Erkenntnis vertritt das Klima-Bündnis in seiner Zusammenarbeit mit indigenen Organisation Amazoniens seit seiner Gründung vor über 25 Jahren. Dies wird zusehends auch von der Wissenschaft bestätigt. Jüngere Untersuchungen zeigen, dass 30 Prozent der Fläche Amazoniens von indigenen Völkern bewohnt wird und in diesen Gebieten noch die Hälfte des Kohlenstoffs der gesamten Regenwälder Amazoniens gespeichert wird. In den indigenen Gebieten werden lediglich acht Prozent der Wälder gerodet, während knapp 90 Prozent der Abholzungen außerhalb der indigenen Territorien stattfinden. Das sind eindeutige Zahlen, die die Rolle der indigenen Völker für den Erhalt der Regenwälder und des darin gespeicherten Kohlenstoffes sowie der Biodiversität nochmal verdeutlichen.

Auf einer gerade abgeschlossenen Delegationsreise nach Ecuador und Peru führten der Kölner Bürgermeister Andreas Wolter und Klima-Bündnis-Geschäftsführer Thomas Brose Gespräche mit indigenen Gemeinden und Organisationen im Amazonastiefland. Im direkten Austausch wurden über die Demarkierung von indigenen Gebieten sowie die aktuellen Bedrohungen der Wälder, z.B. durch die fortschreitende Ausdehnung von Palmölplantagen, gesprochen.

Bürgermeister Andreas Wolter sagte dazu: "Ich bin den indigenen Organisationen sehr dankbar, dass sie auf ihre aktuelle Lage aufmerksam machen. Den Bewohnern ist, im Gegensatz zu uns, der Zusammenhang zwischen der ihre Existenz bedrohenden Vernichtung des Regenwaldes, dem Klimawandel und der westlichen Lebensweise als Ursache sehr bewusst. Sie wollen weltweit auf die Zusammenhänge aufmerksam machen und versuchen als direkt Betroffene, die Entwicklung nicht länger stillschweigend hinzunehmen. Es ist sehr lehrreich zu sehen, wie sie versuchen, ihre traditionelle, nachhaltige Lebensweise mit der Moderne in Einklang zu bringen."

In Deutschland soll mit dem Klima-Bündnis-Projekt "Regionaler Klimaschutz in Wäldern ohne forstliche Nutzung" die Bedeutung unbewirtschafteter Wälder für den regionalen Klimaschutz stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt und grundlegendes Wissen über den Zusammenhang zwischen dem Ökosystem Wald und dem Klimawandel vermittelt werden. "Nicht-bewirtschaftete Wälder speichern große Mengen an Kohlenstoff, sowohl in der lebenden und toten Biomasse als auch im Boden. Sie leisten einen sehr wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Ziel der Forstwirtschaft muss es sein, diese Speicher zu schützen." so Dr. Katrin Jurisch, Leiterin des SpeicherWald-Projekts für das Klima-Bündnis.

Gleichzeitig spielt die Speicherung von Kohlenstoff in Holzprodukten eine Rolle. Werden Bäume geerntet und das Holz anschließend genutzt, geht der darin enthaltene Kohlenstoff nicht sofort verloren und bleibt weiterhin darin gebunden. Wie lange, das hängt von der Lebensdauer des Produkts ab. "Allerdings wird aktuell die Steigerung des Holzverbrauchs für das Verbrennen z.B. mit Pellets, propagiert. Außerdem ist Deutschland Spitzenreiter beim Papierverbrauch, anstatt dass  wir hier differenziert in Richtung Langlebigkeit, Effizienz, materialsparend und weg von kurzlebigen Anwendungen bei der Nutzung des Waldes streben", so Jurisch.


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Climate Alliance / Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V.
European Secretariat
www.climatealliance.org

www.klimabuendnis.org
  

Development journal features industrial and rural transformation

Development - the quarterly journal of the Society for International Development



Development features structural transformation


Two new issues of SID quarterly journal Development have been just released: Volume 58.2/3 on Rural Transformations and Volume 58.4 on Sustainable Industrial Transformation. Rural and industrial transformation are both considered crucial steps for many countries and as such have been captured by the Agenda 2030 to narrow the development gap.
What does such transformation mean and imply from the point of view of  grassroots, local communities, small farmers and small poducers? The common message of these two important issues is that such transformation shall imply a structural and revolutionary change, move towards inclusiveness, sustainability and fairness, be built on human rights and people sovereignty and be led by political vision and effective governance.

Browse the table of contents and find out which articles are free to view, in addition to the editorials and the Window on the World sections.
Learn more about how to receive the journal either as a print or digital subscription.You may also follow us online at @Development_  #developmentjournal

Rural Transformations

Vol.58.2/3
Press release
Editorial
Table of Content

Explores the concept of rural transformation in the context of the Agenda 2030 presenting visions and alternatives of rural communities as central subjects of this process, often challenged by the hegemonic and homogenizing forces that drive the evolution of the global food system.

Sustainable Industrial Transformation
Vol. 58.4
Press release
Editorial
Table of Content

Addresses some of the modern approaches to industrial policymaking, and sheds light on its important contribution to the achievement of any future development goal, thus establishing a new foundation for the role of industrialization in development thinking and theory.

Next issue:
Feminist Futures
Joint issue with AWID
Read more

Captures the feminist knowledge and debates on 'Feminist Futures: Building Collective Power for Rights and Justice', as developed during the 13th AWID Forum in Brasil (September 2016). Explores ways to move beyond current framings of resistance and provides examples of innovative and cross-movement strategies to address today's challenges facing us today of violence and inequality. 

Development is the flagship journal of the Society for International Development (SID) published for 60 years. With alternative perspectives on civil society, development policy and community based strategies for livelihoods, gender and social justice, Development provides readers with sharp, critical views and in-depth analysis on the challenging issues of today's rapidly changing world. It is published by Palgrave Macmillan on behalf of SID.




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