Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Berlin - Eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen ist Gewalt gegen Frauen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit investiert weltweit 15 Millionen Euro, um Gewalttaten wie etwa weibliche Genitalverstümmelung besser zu verhindern und Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, medizinisch, rechtlich und psychosozial zu betreuen.

 

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: „Weltweit erlebt jede dritte Frau in ihrem Leben mindestens einmal körperliche oder sexualisierte Gewalt. Die Corona-Krise hat die Lage dramatisch verschärft: Durch die Lockdowns ist häusliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen angestiegen. Experten rechnen mit bis zu 30 Millionen weiteren Fällen. Durch die weltweite Hunger- und Wirtschaftskrise werden schätzungsweise 13 Millionen Mädchen zu Kinderheiraten gedrängt. Das können wir nicht einfach so hinnehmen. Wir müssen viel stärker für die Rechte und Chancen von Frauen weltweit kämpfen. Deutschland unterstützt den Kampf gegen Gewalt an Frauen mit weiteren 15 Millionen Euro, insbesondere über  lokale Frauenrechtsorganisationen. Denn Bildung und Gleichberechtigung sind der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen."

          

Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) erhöht zum einen die Unterstützung für den UN-Treuhandfonds zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen um 2,5 Millionen auf nun insgesamt 5,7 Millionen Euro (bis 2023). Der Fonds feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Zum anderen fördert das BMZ zwei afrikanische Regionalprogrammen zur Prävention von geschlechtsbasierter Gewalt.

Dabei geht es um eine bessere Prävention von weiblicher Genitalverstümmelung in Ostafrika (7,3 Millionen Euro) sowie um die Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen im südlichen Afrika (2 Millionen Euro).

  

Zudem hat das Entwicklungsministerium in diesem Jahr die Mädchenbildungsinitiative SHE – Support Her Education" auf den Weg gebracht. Zusammen mit der Globalen Bildungspartnerschaft und der Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai werden benachteiligte Mädchen und junge Frauen in Schwellen- und Entwicklungsländern dabei unterstützt, die Schule zu besuchen und einen Abschluss zu machen.