Verpasste Chance: Das Cotonou-Folgeabkommen verstetigt die Ungleichheit

VENRO-Stellungnahme zum Post-Cotonou-Abkommen

Verpasste Chance: Das Cotonou-Folgeabkommen verstetigt die Ungleichheit in den Beziehungen der EU mit den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifiks


die Förderung fairer Beziehungen zu den Ländern Afrikas südlich der Sahara, der Karibik und des Pazifiks ist ein Kernanliegen der entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft. Das Cotonou-Folgeabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und den 79 Mitgliedern der Organisation Afrikanischer, Karibischer und Pazifischer Staaten (OACPS), das Ende 2021 ratifiziert werden soll, ist aus Sicht von VENRO eine verpasste Chance, auf grenzübergreifender Solidarität und partnerschaftlicher Zusammenarbeit basierende Beziehungen zu etablieren.

 

Das Abkommen erhält in vielen Bereichen die ungleichen Strukturen zwischen den beiden Staatenblöcken. Die Interessen der EU dominieren weiterhin die Zusammenarbeit, beispielsweise in der Migrations- und Wirtschaftspolitik.

 

Der neue Vertrag hat weitreichende Auswirkungen auf die politische und wirtschaftliche Interaktion der EU mit den OACPS-Staaten und wird die Beziehungen in den kommenden 20 Jahren entscheidend prägen.

 

In einer Stellungnahme fordert VENRO Bundesregierung daher auf, in der EU darauf hinzuwirken, die Umsetzung des Cotonou-Folgeabkommens partnerschaftlich zu gestalten. In sechs Themenbereichen haben wir dazu konkrete Erwartungen formuliert. https://venro.org/publikationen/detail/verpasste-chance-das-cotonou-folgeabkommen-verstetigt-die-ungleichheit-in-den-beziehungen-der-eu-mit-den-laendern-afrikas-der-karibik-und-des-pazifiks