Covid-19 Impfungen: „Das Licht am Ende des Tunnels muss für alle Kinder und Familien scheinen“

Covid-19 Impfungen

UNICEF: „Das Licht am Ende des Tunnels muss für alle Kinder und Familien scheinen"

UNICEF plant Transport von 850 Tonnen Covid-19-Impstoffen pro Monat im Rahmen der COVAX-Initiative

© UNICEF/UN0293657/Keïta

Köln/New York, 18. Dezember 2020 // Unter der Voraussetzung, dass genügend Covid-19-Impfstoff zur Verfügung steht, könnte UNICEF im nächsten Jahr den Transport von voraussichtlich 850 Tonnen Covid-19-Impfstoffen pro Monat gewährleisten. UNICEF würde damit sein durchschnittliches monatliches Transportvolumen von Impfstoffen verdoppeln. 

Dies ist das Ergebnis einer von UNICEF durchgeführten Logistikanalyse. UNICEF wird unter dem Dach von COVAX zusammen mit der Panamerican Health Organization (PAHO) die Beschaffung und Verteilung von Impfdosen gegen Covid-19 für 92 Länder mit geringem und niedrigem mittlerem Einkommen leiten. 

„Jetzt, wo nach und nach Impfungen gegen das Virus starten, beginnen wir, an die Zukunft nach der Pandemie zu denken", erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland anlässlich der Rede des UN-Generalsekretärs António Guterres im Deutschen Bundestag heute. "Unsere Aufgabe ist es, für Gerechtigkeit zu sorgen und überall auf der Welt den Zugang zu Impfungen möglich zu machen. Das Licht am Ende des Tunnels muss für alle Kinder und Familien scheinen und Covid-19 überall gestoppt werden. Nur so kann die Pandemie besiegt werden."

„Wir stehen vor einer historischen Mammutaufgabe", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Die Aufgabe ist gewaltig und es stand noch nie so viel auf dem Spiel, aber wir gehen das an."

Die Analyse globaler Luftfrachtkapazitäten und Transportwege ergab, dass kommerzielle Fluggesellschaften in der Lage sind, die Impfstoffe in fast alle 92 Länder mit geringem und niedrigem mittleren Einkommen zu liefern. Der Kostenaufwand dafür beträgt schätzungsweise 70 Millionen US-Dollar. 

Die Frachtkapazitäten auf den weltweiten Flugrouten reichen derzeit aus, um Impfstoffe für 20 Prozent der Bevölkerung der meisten 92 Länder mit geringem und niedrigem mittleren Einkommen bereitzustellen, die Teil der COVAX-Initiative sind. Für den Transport sollen in erster Linie vorhandene Flugkapazitäten genutzt werden – jedoch könnten zusätzliche Charterflüge oder alternative Transportmöglichkeiten erforderlich sein, um Menschen in kleineren Ländern oder schwer erreichbaren Regionen zu erreichen. UNICEF arbeitet dazu mit Fluggesellschaften und der Logistikbranche zusammen.

Eine große Herausforderung besteht darin, in manchen Ländern auch auf lokaler Ebene eine lückenlose Kühlkette sicherzustellen, damit die Impfstoffe sicher und wirksam bleiben. 

Gemeinsam mit Gavi und der WHO hat UNICEF einen Leitfaden zum Logistikmanagement der Impfstoffe entwickelt, um Länder bei der Planung von Maßnahmen für den Empfang, die Lagerung, die Verteilung und das Management der COVID-19-Impfstoffe und anderer Materialien zu unterstützen. Angesichts der unterschiedlichen Lagertemperaturen für die COVID-19-Impfstoffe müssen die Länder Personal im Logistik- und Gesundheitsbereich darin schulen, die Kühlung der Impfstoffe sicherzustellen.

Im Rahmen eines seit 2017 laufenden Projektes wird UNICEF mit Unterstützung von Gavi bis Ende kommenden Jahres zudem die Beschaffung und Installation von 70.000 Kühlschränken unterstützen, die Hälfte davon Solar-Kühlschränke. Darüber hinaus unterstützten UNICEF, GAVI und die WHO die Entwicklung nationaler Pläne zur Verteilung der Impfdosen. 

UNICEF benötigt 2021 410 Millionen US-Dollar für technische Hilfen, Medikamente und Tests. Hinzu kommen 133 Millionen US-Dollar für die Logistik der Impfungen innerhalb der 92 ärmsten Länder und die Sicherstellung der Kühlketten. 

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Pressekontakt: 
UNICEF Deutschland, Rudi Tarneden, Pressesprecher, 0221/93650-315, presse@unicef.de

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